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BarnimBau Eberswalde 2016 - Die Baumesse in Eberswalde / Landkreis Barnim


Eberswalde (MOZ, Anja Fastabend, Red. Eberswalde).17.04.2016. Für eine Baumesse interessiert sich am Sonnabend kaum jemand. Niemand spielt in der Kinderecke. Nur wenige lassen sich zu den neuesten Trends für Haus und Hof beraten. Verkäufer drehen Däumchen. Nur die Bewohner eines fernen Bundeslandes sind hoch motiviert.

Nein, es ist kein blödes Klischee. Für einen Brandenburger ist er zu redselig. Außerdem hat seine Stimme einen leichten Singsang, die Aussprache ist weich, einzelne Wörter werden verniedlicht. Der freundliche Mann mit der kleinkarierten Schirmmütze auf dem Kopf und dem grauen Rollkragenpullover ist ein waschechter Schwabe, der sich in den hiesigen Landstrich verliebt hat.

Dieses positive Ergebnis soll mit der BarnimBau in Eberswalde weitergeführt werden. Unter dem Motto „gute Handwerker suchen Kunden und Kunden suchen gute Handwerker“ öffnet die Messe am 16. und 17. April 2016 zu ihrer 11. Auflage.

"Die Nähe zu Berlin, zur Ostsee, die Natur." Der 60-jährige Alexander Heidrich, der nach seiner Scheidung von Vaihingen an der Enz in die Nähe seines Kumpels nach Wriezen in Märkisch-Oderland gezogen ist, betreibt am heutigen Vormittag gewissermaßen Vorarbeit. "Ich möchte mir in der Gegend ein Wochenendhaus zulegen", berichtet er. "Wie sagt Ihr noch gleich dazu? - Datsche", sagt er und freut sich, dass ihm der brandenburgische Begriff zum schwäbischen Häusle auf Anhieb eingefallen ist.

Für ihn, der, wie er sagt "bautechnisch gut beieinander ist", sei eine solche Messe optimal. "Hier sehe ich alle Neuerungen auf einen Blick." Er unterhält sich angeregt mit einer, wie sie selbst betont, "Fachberaterin" und nicht Verkäuferin eines Herstellers für Fenster, Türen und Markisen.

Jeannette Karas, kinnlanges Haar, weiße Bluse, erklärt dem Schwaben den neuesten Schrei der Fenstertechnik: die sogenannte "Spaltlüftung". Damit könne ein Hausbesitzer anders als bei der Kipplüftung das Haus verlassen, ohne Angst zu haben, dass eingebrochen wird. Sie demonstriert beide Varianten an einem Modell. Bei der herkömmlichen könne der Eindringling den Fenstergriff erreichen. Durch den schmalen Spalt aber gehe nichts als frische Luft.

"Fenster sind", so Alexander Heidrich, "eines der Dinge, die einfach sitzen müssen." Er gibt sich begeistert. Ob ihn die kurze Vorführung aber tatsächlich so beeindruckt hat, bleibt sein kleines Geheimnis. Vor allem scheint ihm das Reden mit der freundlichen Verkäuferin recht gut zu gefallen.

Links von der kinderleeren Spielecke steht einer, der im Barnim vor allem für sein Puppenspiel bekannt ist. Doch am Sonnabend erklärt Oberkommissar Frank Preuß nicht mit Kasperles Hilfe, wie Kinder sich am besten gegen böse Buben schützen können. Auf der Messe vermittelt er Erwachsenen nüchtern und mit ruhiger Stimme Wissenswertes zur Einbruchsprävention. Anne und Stephan Theodor in Regenjacken aus Eberswalde hören zu. Wieder geht es um Fenster. "Pilzkopfverriegelungen sind wichtig", sagt Preuß. "Rollzapfen sind nix. Einbrecher können solche Fenster leicht aufhebeln." Überhaupt gehe es darum, Zeit zu schinden, denn Einbrecher seien ungeduldige Leute. "Man hört ja so viel", sagt Stephan Theodor. In der jüngeren Zeit hätten die Einbrüche in der Nachbarschaft zugenommen. Da müsse man schon überlegen, nachzurüsten, so der Messebesucher.

Der zweite Schwabe, der mittlerweile in Friedland, Mecklenburg-Vorpommern, lebt, ist für die Messe fast anderthalb Stunden gefahren. Der Häusle-Besitzer mit dem dunklen Bart heißt Markus Blankenhorn und interessiert sich brennend für Sonnen-Batterien. Damit werde die von Solarzellen erzeugte Energie gespeichert, schwärmt der schnieke gekleidete Berater Marian Hallal. Zudem könne die selbst produzierte Energie von den Mitgliedern in ein gemeinsames Netz eingespeist und wieder abgerufen werden. "Wenn Du in Berlin schlechtes Wetter hast, kommt Dein Strom einfach aus Bayern."

Zurück zum Datschenliebhaber Heidrich. Der steht immer noch mit der Fachberaterin zusammen und philosophiert nun darüber, warum die Messebesucher über die Jahre immer weniger geworden sind. Jeannette Karas glaubt, dass unzureichend geworben worden sei. Der Schwabe, der in seinem früheren Leben Umweltplaner war, vermutet ein strukturelles Problem. "Die Region ist wirtschaftsschwach und damit eher etwas für Ältere wie mich", so der 60-Jährige. Die jungen Leute im richtigen Alter zum Häuslebau gingen fast alle weg.

Mario Chudoba vom Landkreis gibt insbesondere für den Wohnraum Eberswalde Entwarnung. "Dort steigen die Grundstückspreise an vielen Stellen kontinuierlich." Und das liege an der guten Nachfrage.




Die BarnimBau Eberswalde 2017 - Messe für HAUS, ENERGIE und UMWELT wird für den 01. + 02. April 2017 vorbereitet. Bereits am 17. + 18. September 2016 wird in Bernau die BarnimBau Bernau 2016 stattfinden.

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